Safety first, das ist eines der wichtigsten Kriterien, wenn es um das sichere Abbremsen eines Supercars geht. Erst recht, wenn es sich um einen Supersportwagen wie den Bugatti Chiron handelt. Bugatti Automobiles S.A.S. aus Molsheim, testet als erstes Unternehmen überhaupt die Herstellung eines Bremssattel aus dem 3D-Drucker.

Der 8-Kolben-Monoblock-Bremssattel ist nicht nur der größte Bremssattel in der Automobilindustrie überhaupt. Man testet auch zum ersten Mal die Nutzung von Titan als Material für die Bremssättel des Chiron. Bislang kommt Titan als Legierung hauptsächlich in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz.

Bugatti Chiron Bremssattel aus Titan

Der Bugatti Chiron Bremssattel ist aus Titan und kommt aus dem 3D-Drucker

Bugatti Chiron Bremssattel aus dem 3D-Drucker

Der neue Bremssattel aus Titan ist 41 cm lang, 21 cm breit, 13,6 cm hoch und wiegt gerade einmal 2,9 kg. Im Vergleich zum derzeit verwendeten Bauteil aus Aluminium, das 4,9 kg wiegt, könnte Bugatti bei einem Einsatz des neuen Bremssattels im Fahrzeug folglich über 40 Prozent Gewicht einsparen bei gleichzeitig noch höherer Belastungsfähigkeit.

Exklusiver Fahrzeugmarkt

Insgesamt dauert es 45 Stunden bis ein Bremssattel für den Bugatti Chiron gedruckt ist. Das Titanpulver wird Schicht für Schicht aufgetragen. Für den Bremssattel des Chiron sind insgesamt 2.213 Schichten notwendig. Mit jeder Schicht schmelzen die vier Laser das Titanpulver der vorgegebenen Form des Bremssattels entsprechend auf. Das Material erkaltet sofort, der Bremssattel nimmt Gestalt an.

Nach dem Brennen im Ofen und der Bearbeitung der Flächen mit einer Fräsmaschine, entsteht ein filigranes Bauteil mit Materialwandstärken zwischen minimal gerade einmal ein und maximal vier Millimetern.

Tests für den Serieneinsatz

Die ersten Versuche für den Serieneinsatz, für den es derzeit noch keinen Termin gibt, starten in der ersten Hälfte diesen Jahres. Dann werden sich schrittweise auch die Produktionszeiten, gerade bei der Nachbearbeitung, sehr deutlich verkürzen lassen, verspricht der Ingenieur.

Die Ergebnisse ihrer Arbeit stellen Frank Götzke, er ist leitender Ingenieur und bei Entwicklung des Chiron beteikugt und sein Team dem Konzern und dessen Marken vor. „Bugatti ist bei der 3D-Druck-Entwicklung führend im Volkswagen Konzern“, betont Götzke. „Von unseren Projekten kann und soll jeder profitieren. Das ist auch Aufgabe Bugattis als Konzernlabor für Angewandte Hochtechnologie.“

Welchen hohen Anforderungen die Titan-Bremssättel ausgesetzt werden, zeigt Ihnen das vierminütige Video.  Bugatti setzt einiges in die Technologieführerschaft. Warum Sie sich jetzt einen Bugatti Chiron kaufen sollten, zeigen wir Ihnen in einem unserer Artikel.

Image Credit / Bildquelle: bugatti.com / youtube.com