Abo-Modelle sind in der heutigen Zeit in vielen Bereichen Standard: sei es beispielsweise bei Netflix, für Spotify, Sky, für Mobilfunktarife oder auch für das Kino. Bei Porsche hat man sich gedacht: warum das Ganze nicht auch auf den Bereich Automobile ausweiten? Zumal es wohl sehr viele interessierte Porschefahrer gibt, die sich aber kein entsprechendes Modell leisten können.

Porsche Passport – US-Start im November 2017

Zumindest in den USA schafft Porsche ab diesem Monat aber Abhilfe, und zwar mit dem Angebot „Porsche Passport“. Allerdings ist das Projekt bisher nur auf die Stadt Atlanta im US-Bundesstaat Georgia beschränkt. Zudem handelt es sich erst einmal um einen Test, um zu sehen, wie die Porsche Flatrate bei den Kunden ankommt.

Im Prinzip klingt das Angebot sehr spannend: in der monatlichen Gebühr sind die Anmeldung für das jeweilige Fahrzeug, die dazugehörige Kfz-Steuer, Wartung, Versicherung sowie ein Lieferservice integriert. Passend zur Marke Porsche wird hier also entsprechend viel Luxus und Service geboten.

Wer sich für das Porsche-Abo anmeldet, der kann pro Monat so viele verschiedene Porsche nutzen, wie er möchte. Die Kunden müssen sich also nicht auf ein Modell festlegen, sondern können aus der Porsche-Palette relativ frei auswählen.

Porsche Flatrate in den USA

Porsche Flatrate in den USA – Abo auf 22 verschiedene Modelle

22 verschiedene Porsche-Modelle im Abo nutzen

Insgesamt stehen 22 verschiedene Modelle zur Verfügung. Darunter etwa den Porsche Carrera 911 S, den Porsche Panamera 4S, den Porsche Macan GTS sowie den Porsche Cayenne S E-Hybrid. Sollte sich das Projekt als Erfolg erweisen, dann könnten in Zukunft noch weitere Modelle ins Aboprogramm aufgenommen werden.

Die volle Palette aller 22 Modelle steht dann zur Auswahl, wenn das große Paket „Accelerate“ gebucht wird. Für das kleinere Paket „Launch“ hat Porsche acht Modelle vorgesehen. Darunter auch die vier Modelle, die im vorigen Absatz aufgeführt wurden. Dementsprechend will Porsche gleich zwei verschiedene Zielgruppen mit dem Flatrate ansprechen.

Porsche Flatrate mit dem Porsche Macan

Porsche Flatrate mit dem Porsche Macan

Kosten belaufen sich auf bis zu 3.000 US-Dollar pro Monat

Für das teurere Paket werden rund 3.000 US-Dollar pro Monat fällig, umgerechnet etwas mehr als 2.500 Euro. Das Paket enthält aber nicht nur den oben genannten Lieferservice, sondern auch eine unbegrenzte Kilometeranzahl. So können Abonnenten die einzelnen Porsche-Modelle so lange und ausgiebig fahren, wie sie dies wünschen.

Die Buchung des Abonnements erfolgt auf einer monatlichen Basis, und kann so jeden Monat gekündigt werden. Diese Option ist verständlich, immerhin würde alleine ein einjähriges Abonnement etwa 36.000 US-Dollar kosten. Für die erstmalige Anmeldung verlangt Porsche eine Gebühr in Höhe von 500 US-Dollar.

Auch der Porsche Cayenne ist im Abo enthalten

Auch der Porsche Cayenne ist im Porsche Passport enthalten

Finanzierung und Leasing als Alternativen zur Porsche Flatrate

Ob das Angebot auch in naher Zukunft außerhalb von Atlanta angeboten wird, hängt maßgeblich davon ab, wie die Kunden dieses aufnehmen. Sollte sich das Abo zu einem Erfolg entwickeln, dann ist eine Erweiterung innerhalb der USA und im Anschluss auch in Deutschland und weiteren Teilen Europas denkbar.

Generell ist das Angebot sehr interessant, vor allem für jene, die nicht nur einen Porsche fahren wollen. Wer sich aber auf ein Modell festlegt, der bekommt mit Leasing (gerade für Geschäftskunden) oder Finanzierung aber entsprechende Alternativen geboten. Gerade die Finanzierung fällt bei vielen Modellen mit geringeren Raten als rund 2.500 Euro pro Monat aus – zudem wird über diesen Weg am Ende Eigentum erworben.

Bildquelle: porsche.de