Um elegante Sportwagen der Premium-Klasse zu fahren, muss man längst nicht mehr tief in die Tasche greifen. Mittlerweile sind Ferrari und Co. auch in den Fuhrparks von Autovermietungen vertreten. Anders als vor ein paar Jahren geht es dort nämlich nicht mehr nur um das pragmatische Leihen eines fahrbaren Untersatzes für Umzug oder Urlaub, sondern ganz gezielt auch um Event- und Prestige-Fahrten.

Infolge dieser Entwicklung haben sich neben den bekannten Anbietern im Bereich Automiete auch eigens auf Luxuswagen spezialisierte Dienste entwickelt. Diese bieten Sportwagen und High End-Modelle an, die sich Automobil-Enthusiasten wünschen.

Einen Sportwagen mieten oder leasen?

Das Anmieten von Premiumfahrzeugen ist jedoch an eine Vielzahl von Bedingungen geknüpft, die sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden. Der folgende Artikel soll Ihnen daher Auskunft über die gängigen Formalitäten, attraktive Angebote und insbesondere den Unterschied zwischen Sportwagen mieten und längerfristigen Leihverhältnissen (Leasing) geben. Dazu werden sowohl das Premium-Segment der bekannten Dienstleister Avis, Europcar, Hertz, Sixt und Starcar unter die Lupe genommen als auch die Leihvarianten der Spezialservices Motion Drive und Drivar.

In der Sparte Leasing werden schließlich zusätzlich zu den Offerten der Leihwagenhändler die Angebote der Hersteller selbst vorgestellt. Neben diversen Informationen zu den Konditionen wird dieser Beitrag zudem einige gesonderte Highlights und Sonderangebote bereithalten, von denen Interessenten profitieren können.

Wochenendtrip oder mit Vollgas über die Rennstrecke? Wofür Sie Sportwagen mieten können

Die Autovermietungen setzen ihren Klienten im Prinzip keine Grenzen, wie lange und zu welchem Zweck diese den Sportwagen mieten. Am häufigsten werden Porsche und Co. für Wochenendtrips verliehen. Es soll aber auch Personen geben, die sich einen Lamborghini mieten, um bei einem Geschäftstermin einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Sportwagen mieten für die Rennstrecke

Auch das geht, Sportwagen mieten für die Rennstrecke

Auch Videodrehs oder Fotoshootings laden des Öfteren dazu ein, ein edles Mercedes AMG-Modell oder einen schnittigen Ferrari zu mieten. Der entscheidende Unterschied zwischen klassischem und Event-Dienstleister liegt darin, dass letztere ihren Kunden besondere Erlebnisse ermöglichen.

Wer also davon träumt, die volle Leistung der Supersportwagen auf einem Rennkurs auszutesten oder eine ausgedehnte PS-Tour in besonderem Ambiente zu verleben, der wird eher bei Motion Drive oder Drivar fündig werden.

Welche Marken zum exklusiven Mietfuhrpark gehören

Bei jeder größeren Autovermietung gibt es ein Premium- bzw. Luxus-Segment, das für Fahrer ab 25 Jahren, die seit mindestens drei Jahren eine gültige Fahrerlaubnis besitzen, zugänglich ist. Dennoch unterscheidet sich der jeweilige Fuhrpark der Unternehmen anteilig.

So haben Avis, Europcar, Hertz, Sixt und Starcar dabei allesamt prestigeträchtige Modelle von BMW, Mercedes oder Porsche im Angebot. In der Sparte exklusiver Sportwagen jedoch, können eigentlich nur Sixt und Starcar punkten. Deren Fuhrparks enthalten sowohl Modelle wie den Maserati Ghibli als auch den BMW i8 oder den Mercedes-Benz AMG GT S.

Elektrosportwagen BMW i8 mieten

Auch den Elektrosportwagen BMW i8 kann man mieten

Was Supercars angeht, sind die Event-Firmen Motion Drive, Drivar und Erento den Standard-Autovermietungen gegenüber somit besser aufgestellt. Denn hier dreht sich der Service vordergründig darum, Sportwagen zu mieten. Auch wenn das Vermietungskonzept der drei Unternehmen sich unterscheidet, bieten doch alle drei mindestens Audi, BMW, Ferrari, Lamborghini, Mercedes und Porsche an.

Den größten Highlight-Faktor verspricht allerdings die Bandbreite von Motion Drive, das seinen Kunden sogar einen Bugatti Veyron anbietet. Welcher Service der richtige ist, richtet sich daher in erster Linie danach, von welchem Wagen der Kunde träumt. Wer beispielsweise einen Porsche für das Wochenende mieten will, der wird am ehesten von den klassischen Autovermietungen profitieren. Wer dagegen einen Lamborghini mieten oder mit einem Ferrari über die Rennstrecke düsen will, der sollte sich an die Event-Pakete von Motion Drive & Co halten.

Autos der Extraklasse mieten hat seinen Preis: Von teuren Tagesraten und hohen Kautionen

Was kostet eigentlich die Miete eines Sportwagens? Anders als beim durchschnittlichen Leihwagen gestaltet sich der Preis der begehrten PS-starken Modelle nicht einheitlich. Nahezu jeder Service veranschlagt abhängig von Marke, Fahrzeugtyp, Wochentag und Mietdauer andere Beträge.

Grundsätzlich kann man aber davon ausgehen, dass es günstiger ist, einen Wagen mehrere Tage zu mieten als lediglich für 24 Stunden. Die einzelnen Raten sind teurer, je exklusiver der gewählte fahrbare Untersatz ist. Vergleicht man die einzelnen Dienste miteinander, wird sich schnell herausstellen, dass die alteingesessenen Autovermietungen den Kunden finanziell einen breiteren Spielraum lassen als die Event-Firmen.

Einen Lamborghini für das Wochenende mieten

Häufig hohe Kautionen, will man sich einen Lamborghini für das Wochenende mieten

Bei diesen beginnen die Tagesraten für Touren ohne Begleitung selbst beim verhältnismäßig günstigen Porsche 911 nicht unter 299 Euro (100 km inklusive). Wer einen Lamborghini für das Wochenende mieten will, muss sogar noch tiefer in die Tasche greifen. Dieser wird nur von den Sonderdienstleistern angeboten. Dort schlägt er mit mindestens 2.999 Euro zu Buche. Mit ähnlichen Werten muss übrigens auch derjenige kalkulieren, der einen Ferrari mieten möchte.

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Einen Sportwagen mieten – Achten Sie auf die Höhe der Kaution

Das größte, aber verständlichste Manko beim Sportwagen mieten ist jedoch nicht die tatsächliche Miete, sondern der hohe Kautionssatz. Wenngleich sich die Webseiten von gängigen Autovermietungen hierzu erst einmal bedeckt halten. Die Angaben von Spezial-Firmen wie Motion Drive oder Drivar, die je nach Modell zwischen 2.000 und 5.000 Euro Sicherheitszahlung fordern, lassen sich mehr als Richtwert verstehen. Diese Summen klingen dabei allerdings für den Durchschnittsverdiener astronomischer, als sie angesichts des Werts der Supersportwagen zu betrachten sind.

Denn ganz gleich welchen Wagen man anmietet, berechnet sich die Kaution stets nach bestimmten Faktoren. Dazu zählt unter anderem der Neupreis des Autos als auch das kalkulierbare Risiko während der Vermietung. Zudem erlaubt eine höhere Kaution selbstredend auch, den Kundenkreis bereits erheblich einzuschränken und das Fahrzeug so bestenfalls an Personen zu vermieten, denen der Wert des Wagens bewusst ist oder die wenigstens solvent genug sind, eine etwaige Selbstbeteiligung im Schadensfall leisten zu können.

Tipps und Tricks: Was ist beim Anmieten von Sportwagen zu beachten?

Wer Sportwagen mieten möchte, sollte sich zunächst einmal darüber im Klaren sein, welches Modell und welche Art von Nutzung ihm vorschwebt. Bewegt sich der Geschmack des Kunden nicht im allzu exklusiven Rahmen, bieten Avis, Europcar, Hertz, Sixt und Starcar in geregelten Abständen unter den Reitern Angebote oder Sale attraktive Vergünstigungen an, die unter anderem Wochenend-Nutzern oder Porsche-Fans Rabatte gewähren.

Tipps und Tricks beim Mieten von Sportwagen

Tipps und Tricks beim Anmieten von Sportwagen

Da sich einzelne Angebote der Anbieter immer wieder verändern, lohnt es sich oft auch, den Newsletter der Unternehmen zu abonnieren. Oder man registriert sich für eine Premium-Mitgliedschaft, um ständig up to date zu sein. Wer es dagegen auf die ganz großen Fische wie Lamborghini und Ferrari abgesehen hat, der sollte sich zum Beispiel bei Motion Drive im Geschenke-Shop umsehen. Dort gibt es bereits ab 249 Euro die Möglichkeit, hinter dem Steuer eines Rennwagens Platz zu nehmen und mehrere Runden auf dem Spreewaldring zu drehen.

Jederzeit mit Vollgas unterwegs sein: Premium Sportwagen Leasing

Wer sich gerne über längere Zeit ein edles Fahrzeugmodell sichern, aber dabei flexibel bleiben möchte, sollte darüber nachdenken, den gewünschten Sportwagen zu leasen. Das ist auf lange Sicht günstiger als eine Gelegenheitsmiete. Weiterhin hat es den Vorteil, dass nahezu jeder Premium-Hersteller seinen Finanzierungsnutzern gesonderte Wartungs- und Garantieoptionen bietet.

Im Gegensatz zu den Leasing-Varianten der mittelständischen Automarken halten sich die Luxusunternehmen bezüglich der Vertragskonditionen jedoch weitestgehend bedeckt. Egal ob Porsche, Ferrari, Maserati, Mercedes, Lamborghini oder Bugatti – sie alle verweisen in puncto Leasing vorwiegend auf den persönlichen Kontakt zu ihren Vertragspartnern und den jeweiligen Financial Services-Beratern. Lediglich bei Maserati, Mercedes und Porsche erfährt man schon online eindeutige Details zum Leasing-Konzept der Hersteller.

So räumt Maserati den Interessenten über einen individuellen Vertrag mit der Maserati Bank konstante Raten ein. Diese umfassen lediglich die tatsächliche Nutzung des Fahrzeugs. Die maximale Laufzeit beläuft sich dabei auf 60 Monate und optional kann in den Vertrag eine Fullservice-Leistung für Wartung und Reparatur mit aufgenommen werden. Nach Ablauf des Vertrages gibt der Kunde den Wagen einfach an seinen Maserati-Partner zurück und der Aufwand für den Verkauf des Modells entfällt.

Klassisch oder Privates Leasing?

Die Mercedes Bank wiederum stellt Leasing-Interessenten dreierlei Modelle zur Auswahl. Kunden können sich entweder für ein klassisches Leasing (Laufzeit und Kilometerleistung individuell verhandelbar), ein Service-Leasing (Wartung inklusive) oder aber das Privat-Leasing plus (Allround-Paket mit Versicherung) entscheiden.

Ähnlich vielseitig gestaltet sich das Leasing bei Porsche. Dort kann der Klient zwischen zwei Varianten wählen:

  • Dem  klassischen Porsche Leasing (alle Neu- und Gebrauchtwagen, 10.000 bis 80.000 km p.a., 12 bis 60 Monate Laufzeit)
  • sowie dem Porsche Leasing S (alle Neuwagen, Rückgabe inklusive, 10.000 bis 80.000 km p.a., 24 bis 48 Monate Laufzeit, inklusive eingeschränkter Schadensabsicherung im Alltag).
Porsche Leasing

Porsche Leasing in Deutschland – In den USA gibt es die Porsche Flatrate

Volle Wartung und Service-Leistungen gewährt Porsche als Sonderleistung laut seiner Webseite übrigens nur Kunden, die einen Porsche Macan, Cayenne oder Panamera für 3 oder 4 Jahre leasen. Wer genauere Informationen zu den Leasing-Raten der einzelnen Hersteller erfahren will, kann über die meisten Homepages eine unverbindliche Anfrage stellen. Aber auch der Fahrzeug-Konfigurator hilft zumindest vereinzelt, Konditionen berechnen lassen.

In den USA bietet Porsche eine sogenannte Porsche-Flatrate an. Hier können Porschefans mit einer Einmalzahlung so häufig ihr Fahrzeug wechseln wie sie möchten.

Übrigens: Auch Sixt bietet seine gesamte Exklusiv-Flotte im Leasing an. Die zugehörigen Details können bequem über ein Website-Tool kalkuliert werden.

– Alle Daten und Preisangaben ohne Gewähr –

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