Auf dem diesjährigen Concorso d’Eleganza Villa d’Este am Comer See will Rolls-Royce sein neuestes, limitiertes Meisterwerk präsentieren. Gezeigt wurde dort der Rolls-Royce Wraith Eagle VIII. Ein eigenes, von Hand gebautes Modell, zur Feier des 100-jährigen Jubiläums des Non-Stop-Transatlantik-Fluges im Juni 1919.

Vom Flugzeug zur limitierten Sonderedition

Kapitän John Alcock, Leutnant Arthur Brown und Sir Henry Royce stiegen damals in ihren Vicky Vimy-Bomber. Ein Model aus dem ersten Weltkrieg. Angetrieben wurde das Fluggerät von zwei Rolls-Royce Eagle VIII Flugmotoren. Ihr Flug ging Non-Stop von St. John´s in Neufundland nach Clifden in Irland.

Rolls-Royce Wraith Eagle VIII

Rolls-Royce Wraith Eagle VIII

Die beiden Flugmotoren hatten jeweils einen Hubraum von 20,3 Litern. Ihre Leistung betrug damals pro Motor 364 PS. Das automobile Sonderedition der Gegenwart wird von einem Wraith-V12-Motor mit 6,6 Liter angetrieben. Dieser leistet 632 PS.

Rolls-Royce Wraith Eagle VIII

Starker und eleganter Auftritt in Bicolor-Lackierung

Bicolor-Lackierung für den Rolls-Royce Wraith Eagle VIII

Die Sonderedtion des Rolls-Royce Wraith trägt eine Lackierung in Bicolor, ausgeführt in Gunmetal und Selby Gray. Die beiden Farben trennt eine messingfarbene Linie. Die Außenfarbe soll eine Hommage an die Farbe der Vicky Vimy sein. Das Sondermodell Eagle VIII hat zudem einen schwarzen Grill. Die Leichtmetallräder ein transluzentes Schattenfinish.

Rolls-Royce Wraith Eagle VIII

Auch Churchill trägt seinen Teil zur Sonderedition bei

Interieur mit Nachtblick auf die Erde und Churchill-Zitat

Auch innen findet sich Farbschema, welches mit der Außenhaut des Wraith harmonieren soll. Selby-Grau mit schwarzem Leder und verschiedenen Messingapplikationen. Ein Armaturenbrett aus Eukalyptusholz, versehen mit Gold-, Silber und Kupferakzenten soll den nächtlichen Blick der Piloten auf die Erde imitieren.

Exklusiver Fahrzeugmarkt
Rolls-Royce Wraith Eagle VIII

So beeindruckend sah der Nachthimmel im Juni 1919 bei der Atlantiküberquerung aus

In der Fahrertür des Rolls-Royce Wraith Eagle VIII befindet sich eine Messingtafel mit einem Zitat von Sir Winston Churchills. Auf diesem würdigt er die Leistung der Piloten bei der Atlantiküberquerung.

Über dem Atlantik war es angeblich so kalt, dass viele Bordinstrumente einfroren. Auch hier ließen sich die Rolls-Royce-Designer etwas für das Armaturenbrett einfallen. Sie entwarfen eine Uhr mit einem „eisigen“ Hintergrundeffekt, die, wenn es dunkel ist, schwach grün leuchtet.

Rolls-Royce Wraith Eagle VIII

Die integrierte Uhr in leuchtender Eisoptik

Rolls-Royce Wraith Eagle VIII mit Nachthimmel wie 1919

Ein bemerkenswertes Detail im Innenraum der Sonderedition ist sicherlich auch der illuminierte Dachhimmel. Er zeigt insgesamt 1.183 Sterne in der gleichen Konstellation, wie ihn die Piloten im Juni 1919 auch gesehen haben mussten. Der Himmel ist selbst so detailreich, dass die Designer selbst an die Wolken dachten, die in den automobilen Dachhimmel hineingestickt wurden.

Rolls-Royce Wraith Eagle VIII

Das veredelte Armaturenbrett des Eagle VIII

Rolls-Royce Motors plant, insgesamt nur 50 Exemplare des außergewöhnlichen Rolls-Royce Wraith Eagle VIII auf den Markt zu bringen. Sie sollten also schnell sein…

Image Credit / Bildquelle: rollsroycemotors.com