Auch bei Ferrari geht der Trend hin zum straßenzugelassenen Rennwagen. In Kürze ist Genf  die Bühne für eine Neuvorstellung aus Maranello. Nicht ein Ferrari 488 GTO, sondern der Ferrari 488 Pista, ist der würdige Erbe der Sonderreihen V8 – 360 Challenge Stradale, 430 Scuderia und 458 Speciale.

Der Ferrari 488 Pista unterscheidet sich wesentlich von früheren Sonderserien sowohl in Bezug auf die Sportlichkeit als auch in Bezug auf das Niveau des Technologietransfers von der Rennstrecke. Pista steht für die „Piste“ bzw. Renstrecke. Der neue Renner aus Maranello ist eine Hommage an die Motorsport-Geschichte von Ferrari.

Ferrari 488 Pista – Geboren aus dem Rennsport

Die Gewichtsreduzierung, zusammen mit zahlreichen Lösungen für Motor, Fahrdynamik und Aerodynamik, resultiert aus zwei Rennsport-Ferraris: 488 GTE und 488 Challenge. Das Ergebnis ist ein kompromisslos entwickeltes Auto, das sowohl auf der Straße als auch auf der Strecke ein brillantes Fahrverhalten bietet. Der Pista lässt sich auch am Limit bewegen, selbst wenn der Fahrer keine große Rennsporterfahrung nachweisen kann.

Ferrari 488 Pista

Der Rennsport-Ferrari, Ferrari 488 Pista

Der Ferrari 488 Pista wiegt im Vergleich zum Standardmodell 90 kg weniger (Trockengewicht von nur 1280 kg).  Das führt in Kombination mit der größten Leistungssteigerung von 50 Mehr-PS dazu, dass das Fahrzeug zum neuen sportlichen Benchmark in seiner Kategorie wird. Sein Antrieb ist der stärkste V8-Biturbomotor in der Geschichte von Ferrari. Eine umfangreiche Weiterentwicklung des Turbomotors, der in den Jahren 2016 und 2017 mit dem Titel „Engine of the Year“ ausgezeichnet wurde.

Sein V8 ist mit 720 PS bei 770 Nm Drehmoment ausgestattet. Er profitiert von der Gewichtsreduktion der 488 Challenge-Version. Neu verbaut werden Auspuffkrümmer aus Inconel, Kurbelwelle mit leichterem Schwungrad, Titan-Pleuelstangen und eine Carbon-Airbox. Sein V8-Biturbomotor beschleunigt den Pista in 2,85 Sekunden auf Landstraßentempo. Seine Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller mit 340+ km/h an.

Ferrari 488 Pista - Heckansicht

Ferrari 488 Pista – Heckansicht

Auch die Turbolader mit integriertem Drehzahlsensor und der Ansaugarchitektur, die von der Seite in den Heckspoilerbereich verlagert wurden, um von einem kühleren und saubereren Luftstrom zu profitieren, stammen vom 488 Challenge.

Das Drehmoment erhöht sich bei allen Umdrehungen und sorgt für einen kontinuierlichen und kraftvollen Schub mit noch kürzeren Turbo-Ansprechzeiten im Vergleich zum 488 GTB. Trotz der Erhöhung der spezifischen Leistung. Der Sound des Pista ist einzigartig und unverwechselbar, ausgesprochen sportlich und einer Ferrari-Sonderversion würdig.

Neue Aerodynmik für mehr Fahrspaß

Die Aerodynamik des Ferrari 488 Pista nutzt die auf den Rennstrecken gesammelten Erfahrungen für optimale Effizienz auch im Straßenverkehr. Die Wirbelgeneratoren auf der Unterseite hat man überarbeitet. Der hintere Diffusor weist die gleiche doppelte Knicklinie wie der 488 GTE auf, um die Extraktions- und Lastgenerierungskapazitäten im Vergleich zu einem herkömmlichen Diffusor zu erhöhen.

Der Spoiler wurde in seiner Höhe und Ausdehnung vergrößert und die Optimierungsarbeiten umfassten auch das anströmen des Spoilers. Das Endergebnis dieser Interventionen ist eine Erhöhung der 20% Last im Vergleich zum 488 GTB.

Ferrari 488 Pista - Innenraum

Ferrari 488 Pista – Innenraum

Auch für den Laien ist die hohe Leistung des Pista beherrschbar. Der Fahrspaß am Limit stand hierbei an erster Stelle. Erreicht wurde dieses Ergebnis durch die Synergie zwischen der mechanischen und der elektronischen Entwicklung des Fahrzeugs, die in Side Slip Control 6.0 Eingang fand. Das neue System nutzt zum ersten Mal weltweit einen von der Ferrari-Software gesteuerten Kontrollkanal, der auf dem an die Bremssättel gesendeten Druck basiert.

Der italienischer Kurvenräuber

Ziel ist es, die Leistung des Ferrari 488 Pista in den Kurvenfahr- und -ausgangsphasen zu optimieren, um ihn einfacher, intuitiver und berechenbarer zu machen. Das Vertrauen, das das System dem Fahrer vermittelt, ermöglicht es, Grenzbereiche zu dominieren. Man agiert in perfekter Symbiose mit dem Auto zu, um extreme Fahrleistungen und Fahrspaß auf höchstem Niveau zu erzielen.

Das Cockpit des Ferrari 488 Pista

Das Cockpit des Ferrari 488 Pista

Das Design des neuen Ferrari 488 Pista basiert auf der klaren Lesbarkeit von aerodynamisch-funktionalen Konzepten. Im Interieur des Cockpits geht es mehr essentiell und sportlich zu. Die Designer des Ferrari Design Center konnten innovative Elemente wie den aerodynamischen Kanal S-Duct vorne nutzen, um die Frontpartie des Autos optisch zu verkürzen und so einen originellen Cantilever-Flügeleffekt zu erzeugen.

Als wesentliches Stilement betont die Rennlackierung, die den S-Duct geradezu durchdringt, die kompakten, aber kraftvollen Formen der Berlinetta. Kontrastreiche Konturen bei den aerodynamischen Elementen an Stoßfängern und Flanken bringen das Design noch besser zur Geltung.

Die Front wird durch den „Schwalbenschwanz“-Heckflügel ergänzt, der ein Gefühl von Leichtigkeit und Effizienz vermittelt. Der Heckflügel bringt die ganze Kraft des Fahrzeugs optimal zum Ausdruck. Für eine Gewichtsreduzierung des Ferrari 488 Pista sorgen auch die optional erhältlichen 20“Carbon-Felgen. Diese sind erstmal bei einem Ferrari zu finden. Aus dem leichten Carbon gefertigt sind die Motorhaube, Stoßstangen und Heckspoiler.

Zu sehen sein wird der neue Ferrari 488 Pista auf dem Genfer Automobilsalon 2018, der vom 8. bis 18. März 2018 stattfindet.





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