2016 hat Ducati die XDiavel vorgestellt – ein Cruiser der etwas anderen Art. Wer klassische V-Motoren-Optik sucht und viel Bling-Bling braucht, ist bei diesem Italiener falsch. Hier muss man sich auf die außergewöhnliche Anmutung – die ducatitypische – einlassen. Gitterrohrrahmen, L-Motor, kurzes Heck, ein kurzer 2-in-1-Topf und Einarmschwinge, haben sich die Designer bei Ducati für diesen Cruiser mit Sportlerherz ausgedacht.

Ducati XDiavel

Die Ducati XDiavel ist der italienische Lifestyle-Cruiser

Die Motorradmarke Ducati gehört zu Audi bzw. dem Mutterkonzern VW. Bis vor kurzem wollte Audi den italienischen Motorradhersteller noch verkaufen. Doch „Ducati steht nicht zum Verkauf“, sagte Audi-Vorstandsvorsitzender Rupert Stadler vor kurzem bei einem Hintergrundgespräch mit italienischen Journalisten.

Die XDiavel ist der italienische Lifestyle-Cruiser

Ein Testastretta DVT 1262-Motor bewegt dieses Muskelpaket. Schon bei 5.000 Umdrehungen entfalten sich die 126 Newtonmeter und bei 9.500 U/min liegen die 156 Cavalli an. Diese Kraft wird hinten mittels Riemen und einem dicken 240er Hinterrad auf die Straße gebracht. Das Gummi für die XDiavel wurde speziell von Pirelli entwickelt. So kommen Gewicht und Geschwindigkeit optimal auf den Asphalt.

Drei Fahrmodi stehen bei dem italenischen Caféracer zur Verfügung: 156 PS im Sport Riding Mode, ebenfalls 156 PS im Touring Riding Mode, 100 PS im Urban Riding Mode. Das Ducati Power Launch System garantiert echte Poser-Starts an jeder Ampel.

Ducati XDiavel schwarz

Ducati XDiavel schwarz

Ducati XDiavel weiß

Ducati XDiavel weiß

Kurvenkünstler mit ABS-Allüren

Hochwertige Materialien mit bester Verarbeitung, so wie man es von Ducati gewohnt ist, machen dieses Bike zum absoluten Hingucker. Ein cruisertypischer Radstand von 161 mm lassen nicht auf die sportliche Ader schließen.

Doch auch in den Alpen macht die XDiavel von Ducati einen guten Eindruck: Mit einer Schräglagenfreiheit von 40° lässt es sich bestens die Serpentinen erklimmen. Dabei schwebt man 75,5 cm mit dem Popometer über der Straße. Selbst die vorverlegten Fußrasten bekommen nur ganz selten den Asphalt zu spüren. Bergab verzögern vorne zwei radial verschraubte Brembo Monobloc 4-Kolben, hinten eine 265 mm Bremsscheibe mit 2-Kolben-Schwimmsattelbremse die Abwärtsfahrt.

Das Kurven-ABS ist serienmäßig. Trotzdem muss man sich beim Bremsen in den Kurvenscheitel mit einem gewissen Aufstellmoment anfreunden. Sie sieht bulliger aus, als sie ist: Insgesamt bringt die XDiavel 247 kg auf die Straße. Ein Gewicht, das auch noch gut von kleineren Menschen zu rangieren ist.

Ducati XDiavel

Kurvenkünstler mit viel Schräglagenfreiheit

Italienischer Heißsporn mit vielen kleinen Helferlein

Ein modernes Cockpit mit 3,5 Zoll-TFT-Display, zeigt alle wichtigen Daten während der Fahrt an. Dabei wirkt es aber nicht überladen. Genügend elektronische Helferlein garantieren die Kontrolle über diesen Heißsporn. Jeder der erwähnten drei Fahrmodi bietet verschiedene Einstellungen für Leistungsabgabe, Maximal-Leistung, Ducati Traction Control und Kurven-ABS.

Mit 147 verschiedenen Einstellmöglichkeiten bezüglich der Ergonomie ist die XDiavel unschlagbar. Die Fußrasten lassen sich in 7 verschiedenen Positionen variieren. Für den „Teufel“ gibt diverse Sitze (z.T. als Zubehör) und drei unterschiedliche Lenker. Da sollte jeder / jede seine perfekte Sitzposition finden.

XDiavel von Ducati

Ein italienischer Heißsporn mit vielen technischen Helferlein

Cooler Caféracer für Solo-Egoisten

Apropos Sitzposition: Cruiser sind normalerweise auch zum paarweisen Fahren gedacht. Dieser italienische Kraftprotz fährt allerdings eher im Solo-Modus: Das kleine Sitzbrötchen und die erhältliche Sissibar eigenen sich vielleicht für MitfahrerInnen bis 1,60 m und einem Gewicht von 50 kg. Dabei darf man keine Berührungsängste haben. Auch sollte die Fahrt nicht länger als bis zur nächsten Eisdiele gehen, sonst kann man hinterher gleich noch den Physiotherapeuten anfahren.

Ducati XDiavel

Solo und auch für kleine Italienierinnen im Doppelpack

Ducati XDiavel Preis

Die XDiavel von Ducati ist in zwei Ausführungen erhältlich: Als Basisversion kostet das Schmuckstück ab 20.000 €, für die Luxus-Schwester darf man mindestens 23.000 € aus dem Sparstrumpf ziehen. Dafür bekommt man italienische Ingenieurskunst und Design vom Feinsten, das nicht so oft auf der Straße zu sehen ist.

 

Gastbeitrag von: Mo Nagel
Mo ist leidenschaftliche Chopper-/Cruiserfahrerin, genauso ist sie eine leidenschaftliche Motorrad-Bloggerin. Seit drei Jahren gibt es auf „Mo’s Bike Blog“ Themen für motorradfahrende / -interessierte Frauen, Bike Wear, Reisetipps und Trends. Ihren Motorradblog findet man unter: www.mosbike.blog

Bildquelle: ducatipress.com




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