Die acht Generationen des Porsche 911 die von den Ingenieuren erdacht wurden, sind eine Geschichte für sich. Vom Ur-Elfer mit über 100.000 produzierten Fahrzeugen, bis hin zum neuesten Porsche sind alle für sich genommen Meisterwerke der deutschen Automobilgeschichte.

Im vergangenen Jahr feierte die nunmehr achte Generation des Porsche 911 ihre Weltpremiere in Los Angeles. Genau 55 Jahre nach dem ersten Porsche erblickte die neueste Generation das Licht der Welt.

Generation 1 – Porsche 901

901Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt schlägt die Geburtsstunde einer Legende. Es ist der 12. September 1963: Porsche präsentiert den mit Spannung erwarteten Nachfolger des 356 – jenes Sportwagens, mit dem 15 Jahre zuvor im österreichischen Gmünd die Markengeschichte des Automobilherstellers begonnen hatte. Der Ur-Elfer, zunächst 901 benannt, wird bis zu seiner Ablösung 111.995 Mal gebaut.

Porsche Typ 901 - Prototpy

Porsche Typ 901 – Prototyp

Generation 2 – Porsche 911

GIm Jahr 1973, also zehn Jahre später, startete der 911 der G-Serie mit den tiefgreifenden Veränderungen. Viele Änderungen werden aufgrund strengerer Sicherheitsvorschriften im wichtigen Export-Markt USA notwendig.

Der Stuttgarter Automobilhersteller setzt beim Spitzenmodell auf leistungsstarke Turbomotoren, generell eine verzinkte Karosserie und bringt zusätzlich zum Targa eine Cabriolet-Version des 911 sowie den Speedster auf den Markt. Bis 1989 werden 198.496 Porsche 911 gebaut.

Porsche 911 G-Serie

Porsche 911 G-Serie

Generation 3 – Porsche 911 Typ 964

964Der Nachfolger, intern Typ 964 genannt, kommt schon 1988 auf den Markt. Wie fortschrittlich der neue Elfer ist, zeigt gleich die erste Modellvariante der Generation 964: An Bord des Carrera 4 zieht erstmals der Allradantrieb in die Baureihe ein. Konzipiert hatte Porsche ihn für den Hochleistungs-Sportwagen 959.

Der 911 Carrera 2 mit Heckantrieb folgt 1989. Zeitgleich feiern neben dem Coupé auch die Cabriolet- und Targa-Versionen ihr Debüt. Auch für sie gilt: Unter der vertrauten, praktisch nur mit integrierten Stoßfängern modifizierten Karosserie besteht der Typ 964 zu 85 Prozent aus neu konstruierten Teilen. Ab Oktober 1993, nach 63.762 Porsche 911 der dritten Generation innerhalb von sechs Jahren, steht der Nachfolger bereit.

Porsche 911 Type 964

Porsche 911 Type 964

Generation 4 – Porsche 911 Typ 993

993Die vierte Generation des Elfers, der Typ 993, gehört zu den begehrenswertesten Ausführungen. Porsche bietet ihn zunächst nur als Coupé und Cabriolet an. Der Targa debütiert erst 1995, dafür aber mit einem neuen Konzept: Statt eines herausnehmbaren Dachteils besitzt er ein großflächiges Glasdach, das elektrisch unter der Heckscheibe abtauchen kann. Nach 68.881 produzierten Fahrzeugen endet 1998 auch das Kapitel der luftgekühlten Motoren.

Porsche 911 Type 993

Porsche 911 Type 993

Generation 5 – Porsche 911 Type 996

996Mit der fünften Generation des 911 wagt Porsche ab 1997 den Bruch mit der Luftkühlung. Der Typ 996 stellt die größte Zäsur im Stammbaum des Klassikers dar. Das Unternehmen befindet sich im wirtschaftlichen Umbruch.

Exklusiver Fahrzeugmarkt

Nach 34 Jahren setzt der Sportwagenhersteller mit der Generation 996 eine umfassende Neuausrichtung seiner Ikone um. Im Fokus stehen dabei die beim Vorgänger begonnene Senkung der Produktionskosten – unter anderem mittels einer höchstmöglichen Teile-Kompatibilität mit anderen Baureihen wie dem neuen Boxster sowie aktualisierte Sicherheits- und Abgasvorschriften.

Erst 2005 endet die Produktion. Mit 175.262 Einheiten ist der Typ 996 das lange verkannte Erfolgsmodell in der mehr als 40-jährigen Geschichte des 911.

Porsche 911 Typ 996

Porsche 911 Typ 996

Generation 6 – Porsche 911 Type 997

997Der Porsche 911 ab dem Jahr 2004 ist vielfältig wie nie zuvor: Er steht als Coupé und Targa, Cabriolet und Speedster, mit Heck- und Allradantrieb, schlanker und verbreiteter Karosserie, mit wassergekühlten Saug- und Turbomotoren, als GTS sowie in den Sportversionen GT2, GT2 RS, GT3 und gleich zwei GT3 RS-Ausführungen zur Wahl.

Inklusive Sondermodellen erreicht das Angebot 24 Modell-Varianten – ergänzt durch zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten. Auch bei den produzierten Fahrzeugen stellt der Type 997 einen Produktionsrekord auf. Von ihm werden 213.004 Exemplaren gebaut.

Porsche 911 Type 997

Porsche 911 Type 997

Generation 7 – Porsche 911 Type 991

991Ab 2011 verkörpert der Typ 991 die bislang höchste Entwicklungsstufe des Porsche 911. Mit seiner gedrungeneren Silhouette, spannungsgeladenen Flächen und präzise gestalteten Details steht der 991 so kraftvoll auf den Rädern wie kein 911 zuvor – ein Effekt, der auch auf der breiteren Spur und dem um zehn Zentimeter gestreckten Radstand basiert. Hinzu kommt eine adaptive Aerodynamik, die der Elfer als erster Seriensportwagen von Porsche vom Hybrid-Supersportler 918 Spyder übernimmt.

Der 911 der Generation 991 ist der absolute Bestseller in der Elfer-Geschichte. Bis zum 31.10.2018 wurden 217.930 Exemplare gebaut.

Porsche 911 Type 991

Porsche 911 Type 991

Insgesamt produzierte Porsche seit dem Debüt 1963 bislang 1.049.330 Serien-Elfer.

Generation 8 – Der neue Porsche 911

8Im November 2018 präsentiert Porsche seine bislang letzte Generation des Kult-Sportwagen. Die achte Generation wurde auf der Los Angelos Auto Show präsentiert. Für Porsche ist Kalifornien eine zweite Heimat. Die achte Generation des 911 ist noch leistungsstärker, noch emotionaler und noch effizienter als seine Vorgänger – mit umfangreichen digitalen Features. Breitere Kotflügel, ein ausfahrbarer Spoiler und eine nahtloses Leuchtenband am Heck sind nur ein paar Highlights.

Neuer Porsche 911

Neuer Porsche 911

Auch an Leistung gewinnt der Neue 911er. Durch ein verbessertes Einspritzverfahren und neu angeordnete Turbolader steigern die Ingenieure aus Zuffenhausen die Leistung des aufgeladenen Sechszylinder-Boxermotores der achten Generation.

Image Credit / Bildquelle: porsche.com