Heute, wo die Guthabenzinsen oftmals gegen Null tendierten (bei Geschäftskunden bzw. -guthaben macht gar das Unwort „Strafzinsen“ die Runde), sehen sich gerade Wohlhabende nach alternativen Anlagestrategien um. Wobei, neben Oldtimern, längst auch erlesene Weine oder Kunstgegenstände als lukratives Investment in den Fokus des Interesses gerückt sind. Wie begegnet man also den aktuellen Niedrigzinsen am Besten?

Tatsächlich macht, in Anlehnung an das so genannte „Betongold“ (sprich: Immobilien als Geldanlage), längst eine neue Wortschöpfung die Runde: Garagengold.

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Garagengold – Wo finden sich die beste Renditen?

Mit Garagengold sind nicht nur Youngtimer gemeint, die das Potential zur Wertsteigerung besitzen. Tatsächlich sind zum Beispiel die Preise für einen Porsche der G-Serie in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Doch es muss nicht zwangsläufig die Nobelkarosse sein, wenn in Fahrspaß plus Rendite investiert wird.

Schließlich konnte auch der Citroën 2CV4, die kleine „Ente“, in der Vergangenheit geradezu explosionsartige Wertsteigerungen für sich verbuchen. Vor allem natürlich bei gefragten Originalfarben und wenn das Objekt der Begierde gut in Schuss ist.

Wenn kleine Autos plötzlich hoch im Kurs stehen

Ähnliche Wertzuwächse konnten auch deutsche Klassiker als Wertanlage erreichen. Neben dem allseits beliebten VW Käfer zum Beispiel der T 2, der einen Wertzuwachs von rund 600 Prozent erlebt hat. Wer nach einem wertstabilen Fahrzeug sucht, muss also nicht zwangsläufig in Sonderserien oder gar im Luxussegment investieren. Denn bei Autos kann plötzlich auch ein Transporter zum Star werden.

Kampfansage an die Niedrigzinsen: Gerade jetzt könnten Oldtimer und andere alternative Anlageformen eine gute Idee sein!

Auf der anderen Seite fällt es natürlich selbst Experten schwer, exakt vorherzusagen, welche Neuerscheinung das Potential zum späteren Liebhaberobjekt in sich trägt. So reagierte die Kundschaft anfangs verhalten, als der Mercedes 190 auf den Markt kam. Heute dagegen gelten die langlebigen Fahrzeuge als Kultobjekt, das längst seinen Wert hat, Garagengold für gutes Geld.

Wer beim Oldtimerkauf eine gute Rendite machen will, ist daher in aller Regel gut beraten, sich von Anfang an nach Old- bzw. Youngtimern umzuschauen, die bereits für ihre stabile Wertentwicklung bekannt sind. Stimmen dann noch Erhaltungszustand und Preis (Gewinne werden nach wie vor auch über den Einkauf(spreis) generiert!), kann man, bzw. Frau, meist wenig verkehrt machen.

In der Niedrigzinsphase eine gute Rendite mit Oldtimern erzielen

In der Niedrigzinsphase eine gute Rendite mit Oldtimern erzielen

Muss es stets ein Fahrzeug sein, oder reich mit Wein?

Übrigens gibt es mittlerweile auch Fonds, die nicht etwa auf Firmen, Edelmetalle und Immobilien, sondern statt dessen auf Oldtimer als guten Gewinn setzen. Generell scheint gerade unter Wohlhabenden der Trend zu alternativen Geldanlagen ausgeprägt wie selten zuvor. Nicht umsonst befasste sich auch die Wirtschaftswoche schon mit der Frage, ob Wein reich macht. Tatsächlich können selbst einzelne Flaschen tauende Euro wert sein.

Dies gilt vor allem für Raritäten und Kellerfunde, die – ein edles Tröpfchen voraus gesetzt – bei Sammlern und Auktionshäusern oftmals begehrt sind. Denn ein Wein bleibt, richtig gelagert, jahrzehntelang trinkbar.

Wein als gute Geldanlage

Wein als gute Geldanlage

Natürlich kommt es auch auf den Jahrgang an, wie hoch eine Flasche im Preis steigt. Experten empfehlen daher, bei Weinen, die der Geldanlage dienen, vor allem auf Top-Jahrgänge zu setzen. Dennoch schwanken auch hier, ähnlich wie bei Aktien, die Preise. Daher macht es Sinn, lediglich Geld, das ganz sicher nicht gebraucht wird, gegen einen edlen Tropfen einzutauschen. Somit kann man Zeiten, in denen die Preise in den Keller rauschen, schlichtweg aus sitzen.

Geld mit Kunst? Hop oder top?

Natürlich lässt sich auch Kunst zu Geld machen. Den richtigen Riecher (und die nötige Zeit) vorausgesetzt. Denn oftmals dauert es eine geraume Zeitspanne, bis ein hoffnungsvolles Talent auch wirklich bekannt wird. Hohe Anfangsrenditen sind daher eher selten.

Dabei scheint es auch von der Epoche abzuhängen, wie groß die Aussicht auf Erfolg ist. Seltsamerweise ist, neben der Nachkriegszeit, vor allem die Moderne gefragt. Zeitgenössische Kunst kann damit, ein wenig Glück und Weitblick vorausgesetzt, ein lukrativer Deal sein.

Kunstgegenstände als Anlageform

Kunstgegenstände als Anlageform

Wobei alternative Anlageobjekte auch dann, wenn die Rendite ausbleiben sollte, noch ihren Charme haben: Schließlich können wir uns tagtäglich am Anblick unseres Oldtimers oder Gemäldes erfreuen. Und ein edles Tröpfchen lässt sich bekanntlich ja auch selbst beim Betrachten seines eigenen Garagengoldes genießen!





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